Die kurze Antwort
Auf das Deckblatt einer Hausarbeit gehören Hochschule, Fakultät und Institut, Veranstaltung mit Semester und Dozent, der Titel der Arbeit, dein Name mit Matrikelnummer, Studiengang, Fachsemester und E-Mail sowie das Abgabedatum. Es trägt keine sichtbare Seitenzahl und nutzt die Schrift des Fließtexts. Verbindlich sind die Vorgaben deines Instituts.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Blöcke: oben Hochschule und Veranstaltung, in der Mitte der Titel, unten deine Angaben und das Abgabedatum.
- Schlicht gestalten: Schrift des Fließtexts, Titel größer und fett, keine Bilder oder Rahmen.
- Keine Seitenzahl: In Word über „Erste Seite anders“ ausblenden.
- Vorlage nutzen: Stellt dein Institut ein Deckblatt bereit, verwendest du es unverändert.
- Vor der Abgabe prüfen: Name der Lehrperson, Semester, Titel und Datum sind die häufigsten Fehlerquellen.
Was gehört auf das Deckblatt einer Hausarbeit?
Das Deckblatt einer Hausarbeit enthält zwei Gruppen von Angaben: solche zur Arbeit selbst und solche zu dir als Verfasserin oder Verfasser. Prüfungsämter und Lehrende nutzen das Deckblatt, um die Arbeit ohne Aufschlagen einer Veranstaltung, einer Person und einem Semester zuzuordnen. Üblich sind:
- Hochschule, Fakultät bzw. Fachbereich und Institut – so wie sie offiziell heißen.
- Art der Arbeit, Veranstaltung und Semester – etwa „Hausarbeit im Seminar Musterseminar, Sommersemester 2026“.
- Name der Dozentin oder des Dozenten – mit akademischem Titel, falls vorhanden.
- Titel der Arbeit – optisch hervorgehoben, gegebenenfalls mit Untertitel.
- Deine Angaben – Name, Matrikelnummer, Studiengang, Fachsemester und E-Mail-Adresse.
- Abgabedatum – das Datum, an dem du die Arbeit einreichst.
Manche Institute verlangen zusätzlich Modulnummer, Prüfungsnummer oder Anschrift. Andere schreiben die Reihenfolge vor oder stellen eine Vorlage bereit. Maßgeblich ist die Prüfungsordnung bzw. das Merkblatt deines Lehrstuhls. Gibt es eine offizielle Vorlage, verwendest du sie unverändert.
Nicht aufs Deckblatt gehören Inhaltsangaben, Zitate, Danksagungen oder Clipart. Die Eigenständigkeitserklärung ist ein eigenes Blatt und steht je nach Vorgabe am Anfang oder am Ende der Arbeit. Einen Überblick über die übrigen Formvorgaben bietet der Ratgeber Formalia in der wissenschaftlichen Arbeit.
Wie baust du das Deckblatt von oben nach unten auf?
Das Deckblatt einer Hausarbeit folgt meist einem Aufbau in drei Blöcken: oben die Einordnung in die Hochschule, in der Mitte der Titel, unten deine persönlichen Angaben. So lässt sich das Blatt in wenigen Sekunden erfassen. Ein Beispiel für eine verbreitete Anordnung, mit Musterangaben:
- Kopfbereich: Musteruniversität, Fakultät für Musterwissenschaften, Institut für Musterforschung
- Veranstaltung: Seminar „Musterthema“, Wintersemester 2026/27, Dozentin: Prof. Dr. Anna Muster
- Mittelteil: Titel der Hausarbeit, darunter der Untertitel in kleinerer Schrift
- Art der Arbeit: Hausarbeit
- Fußbereich: Max Beispiel, Matrikelnummer 0000000, B.A. Musterwissenschaft, 3. Fachsemester, max.beispiel@example.org
- Abgabedatum: 15.03.2027
Die Angaben im Fußbereich stehen meist als linksbündiger Block unten links oder unten rechts. Kopf und Titel sind meist zentriert. Feste Regeln dafür gibt es nicht; wichtig ist, dass Abstände und Ausrichtung in sich stimmig sind.
Der Titel ist das Element, das Lesende zuerst suchen. Er sollte zeigen, was du untersuchst, und nicht nur das Seminarthema wiederholen. Ein Untertitel kann die Fragestellung oder den Untersuchungsgegenstand präzisieren, etwa „Eine Analyse am Beispiel von …“.
Wie unterscheidet sich das Deckblatt bei Hausarbeit, Seminararbeit und Bachelorarbeit?
Die Grundangaben auf dem Deckblatt sind bei Hausarbeit, Seminararbeit und Bachelorarbeit gleich; die Abschlussarbeit verlangt aber meist zusätzliche Angaben zur Prüfung. Die Begriffe Hausarbeit und Seminararbeit werden an vielen Hochschulen synonym verwendet. Die Tabelle zeigt übliche Unterschiede – verbindlich ist die Vorgabe deines Prüfungsamts.
| Angabe | Hausarbeit / Seminararbeit | Bachelorarbeit |
|---|---|---|
| Hochschule, Fakultät, Institut | ja | ja |
| Veranstaltung und Semester | ja | meist nicht, stattdessen Studiengang |
| Betreuung | Dozentin bzw. Dozent | Erst- und Zweitgutachter bzw. Erst- und Zweitprüfer |
| Zweck der Arbeit | „Hausarbeit“ bzw. „Seminararbeit“ | häufig Formel wie „zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of …“ |
| Matrikelnummer | ja | ja |
| Abgabedatum | ja | ja, oft zusätzlich Bearbeitungszeitraum |
| Offizielle Vorlage | seltener | häufiger, teils verpflichtend |
Bei Bachelorarbeiten stellen viele Prüfungsämter ein verbindliches Titelblatt bereit, manchmal inklusive Hochschullogo. Bei Hausarbeiten gestaltest du das Deckblatt meist selbst. Ein Hochschullogo solltest du nur dann verwenden, wenn die Vorlage es vorsieht oder dein Institut es ausdrücklich erlaubt; manche Hochschulen regeln die Nutzung ihres Logos. Hinweise zum weiteren Aufbau der Arbeit findest du im Ratgeber Die perfekte Hausarbeit schreiben.
Welche Formatierung ist beim Deckblatt üblich?
Das Deckblatt verwendet dieselbe Schriftart wie der Fließtext der Hausarbeit, damit die Arbeit als Einheit wirkt. Häufig verlangte Schriften für den Fließtext sind etwa Times New Roman oder Arial; Schriftgröße und Ränder regelt dein Merkblatt. Für das Deckblatt selbst gelten diese Grundsätze:
- Titel hervorheben: größer und fett, zum Beispiel 16 bis 20 Punkt als Richtwert. Der Rest bleibt in normaler Textgröße oder leicht darunter.
- Höchstens zwei Schriftgrößen zusätzlich zum Titel: Mehr Abstufungen wirken unruhig.
- Keine Farben, Rahmen oder Bilder: Das Deckblatt ist ein Formular, keine Titelseite eines Magazins.
- Keine Seitenzahl: Auf dem Deckblatt steht üblicherweise keine sichtbare Seitenzahl.
- Einheitliche Ränder: Die Seitenränder entsprechen denen der übrigen Arbeit.
Ob das Deckblatt bei der Seitenzählung mitgezählt wird, ist uneinheitlich geregelt. Verbreitet ist, dass es als Seite 1 gezählt, aber nicht beschriftet wird, sodass die erste sichtbare Nummer auf dem Inhaltsverzeichnis oder der Einleitung steht. Manche Vorgaben zählen Verzeichnisse mit römischen und den Textteil mit arabischen Ziffern. Maßgeblich ist die Prüfungsordnung bzw. das Merkblatt deines Lehrstuhls. Zum geforderten Umfang zählt das Deckblatt in aller Regel nicht.
Wie erstellst du das Deckblatt in Word ohne Seitenzahl?
In Microsoft Word erstellst du das Deckblatt am einfachsten als erste Seite des Dokuments und blendest dort die Seitenzahl über die Option „Erste Seite anders“ aus. So bleibt die Arbeit eine einzige Datei, und die Nummerierung läuft ab Seite 2 korrekt weiter. Die Schritte:
- Auf der ersten Seite die Angaben eintragen und mit Leerzeilen bzw. Absatzabständen in Kopf, Mitte und Fuß aufteilen.
- Nach dem Abgabedatum über „Layout“ einen Seitenumbruch bzw. einen Abschnittsumbruch „Nächste Seite“ einfügen.
- Über „Einfügen“ die Seitenzahlen in die Fußzeile setzen.
- Doppelt in die Fußzeile der ersten Seite klicken und „Erste Seite anders“ aktivieren. Die Nummer auf dem Deckblatt verschwindet.
- Soll die Zählung erst mit der Einleitung beginnen, im Abschnitt davor die Verknüpfung „Mit vorheriger verknüpfen“ lösen und das Seitenzahlenformat anpassen.
Für eine saubere Ausrichtung des Fußbereichs hilft eine Tabelle ohne sichtbare Rahmenlinien: links die Bezeichnung („Matrikelnummer“), rechts der Wert. So stehen alle Angaben auf einer Linie, auch wenn sie unterschiedlich lang sind. Das Inhaltsverzeichnis auf der folgenden Seite legst du am besten automatisch an – eine Anleitung steht im Ratgeber Inhaltsverzeichnis in Word erstellen.
Welche Fehler auf dem Deckblatt solltest du vermeiden?
Fehler auf dem Deckblatt sind meist Flüchtigkeitsfehler, fallen aber als Erstes auf, weil das Deckblatt die erste Seite ist, die Lehrende sehen. Die häufigsten Probleme und ihre Korrektur:
- Falscher Name der Lehrperson: Titel vergessen oder Name falsch geschrieben. Korrektur: Schreibweise aus dem Vorlesungsverzeichnis oder von der Institutsseite übernehmen.
- Arbeitstitel statt Endtitel: Der Titel auf dem Deckblatt passt nicht mehr zum Inhalt, weil sich die Fragestellung beim Schreiben verschoben hat. Korrektur: Titel nach dem letzten Kapitel noch einmal gegen Einleitung und Fazit prüfen.
- Altes Semester oder Datum: Das Deckblatt stammt aus einer früheren Arbeit. Korrektur: Deckblatt bei jeder Arbeit neu ausfüllen, nicht kopieren.
- Seitenzahl auf dem Deckblatt: Korrektur: „Erste Seite anders“ aktivieren, wie oben beschrieben.
- Zu viel Gestaltung: Rahmen, Farbverläufe, Stockfotos. Korrektur: auf Schrift, Abstand und Ausrichtung reduzieren.
- Tippfehler im Titel: Ausgerechnet die größte Zeile wird beim Korrekturlesen oft übersehen. Korrektur: Titel gezielt Buchstabe für Buchstabe lesen.
Ein zweiter Blick von außen fängt solche Fehler zuverlässiger ab als die eigene Durchsicht. Beim Korrekturlesen prüfen wir Deckblatt, Verzeichnisse und Text auf Rechtschreibung, Zeichensetzung und einheitliche Form.
Was ändert sich bei der digitalen Abgabe als PDF?
Bei der digitalen Abgabe als PDF gehört das Deckblatt als erste Seite in dieselbe Datei wie die übrige Hausarbeit. Viele Hochschulen nehmen Hausarbeiten inzwischen über Lernplattformen wie Moodle oder ILIAS entgegen, oft zusätzlich oder ausschließlich statt auf Papier. Für das Deckblatt bedeutet das:
- Eine Datei statt mehrerer: Deckblatt, Text, Verzeichnisse und gegebenenfalls Eigenständigkeitserklärung in einer PDF zusammenführen, sofern nichts anderes verlangt ist.
- Schriften einbetten: Beim Export als PDF aus Word werden Schriften in der Regel eingebettet; kontrolliere das Ergebnis trotzdem auf einem anderen Gerät.
- Dateiname: Einen eindeutigen Namen wählen, etwa Nachname_Veranstaltung_Semester.pdf, falls das Institut kein Schema vorgibt.
- Angaben aktuell halten: Das Abgabedatum auf dem Deckblatt sollte zum tatsächlichen Upload passen.
Eine Unterschrift gehört nicht aufs Deckblatt, sondern auf die Eigenständigkeitserklärung. Ob dort eine eingescannte Unterschrift ausreicht, regelt dein Prüfungsamt. Wer eine vollständige Hausarbeit als Vorlage zur Orientierung sucht, findet Informationen dazu auf der Seite zur Hausarbeit.
Häufige Fragen
Brauche ich für jede Hausarbeit ein Deckblatt?
In der Praxis ja. Ein Deckblatt gehört an deutschsprachigen Hochschulen zum Standard jeder schriftlichen Hausarbeit, weil es die Zuordnung zu Veranstaltung, Person und Semester ermöglicht. Ausnahmen gibt es etwa bei kurzen Essays oder Protokollen, für die manche Lehrende nur einen Kopfbereich auf der ersten Textseite verlangen. Maßgeblich ist die Prüfungsordnung bzw. das Merkblatt deines Lehrstuhls; im Zweifel fragst du kurz per E-Mail nach.
Darf ich das Logo meiner Hochschule auf das Deckblatt setzen?
Das hängt von deiner Hochschule ab. Stellt das Institut eine Vorlage mit Logo bereit, verwendest du sie. Ohne Vorlage verzichten viele Studierende auf das Logo, weil Hochschulen die Nutzung ihres Logos teils in Corporate-Design-Richtlinien regeln. Ein Deckblatt ohne Logo ist in jedem Fall formal korrekt. Wenn du unsicher bist, lässt du das Logo weg.
Welches Datum kommt auf das Deckblatt?
Auf das Deckblatt kommt das Abgabedatum, also der Tag, an dem du die Arbeit einreichst oder hochlädst – nicht das Datum der Fertigstellung und nicht die offizielle Frist, falls du früher abgibst. Bei Abschlussarbeiten verlangen manche Prüfungsämter zusätzlich den Bearbeitungszeitraum. Achte darauf, dass das Datum auf Deckblatt und Eigenständigkeitserklärung übereinstimmt.
Muss die Matrikelnummer auf das Deckblatt?
In den meisten Vorgaben ja, denn über die Matrikelnummer ordnet das Prüfungsamt die Note deinem Studierendenkonto zu. Gerade bei häufigen Namen verhindert sie Verwechslungen. Die Matrikelnummer steht üblicherweise im Block mit deinen persönlichen Angaben, zusammen mit Studiengang und Fachsemester. Fehlt eine Vorgabe dazu, trägst du sie trotzdem ein.
Zählt das Deckblatt zur Seitenzahl der Hausarbeit?
Zum geforderten Umfang zählt das Deckblatt in der Regel nicht. Soll eine Hausarbeit zehn Seiten haben, sind meist Einleitung, Hauptteil und Schluss gemeint. Bei der Nummerierung wird das Deckblatt häufig als Seite 1 mitgezählt, trägt aber keine sichtbare Zahl. Wie genau gezählt wird, regelt die Prüfungsordnung bzw. das Merkblatt deines Lehrstuhls.
Fazit
Ein Deckblatt für die Hausarbeit ordnet deine Arbeit auf einen Blick zu: Hochschule und Institut oben, Titel in der Mitte, deine Angaben und das Abgabedatum unten. Die Gestaltung bleibt schlicht, in der Schrift des Fließtexts und ohne sichtbare Seitenzahl. Die meisten Fehler sind Übertragungsfehler aus alten Vorlagen, ein falscher Name oder ein veralteter Titel. Wenn dein Institut eine Vorlage bereitstellt, nutzt du sie unverändert. Welche Angaben verpflichtend sind, entscheidet die Prüfungsordnung bzw. das Merkblatt deines Lehrstuhls.


